Archiv für die Kategorie ‘Aufgefallen’

Donnerstag, 6. Mai 2010

Manchmal frage ich mich

Manchmal frage ich mich, wie wir es eigentlich geschafft haben unsere Kindheit zu überleben und mittlerweile zumindest halbwegs im Leben zu stehen?

Haben uns unsere Mütter mit Sagrotan voraus geputzt, so dass wir niemals die Chance hatten mit Keimen in Berührung zu kommen? Nein, an so was kann ich mich nicht erinnern. Wir durften im Dreck spielen, haben Regenwürmer gestreichelt und weder unsere Eltern sind in Ohnmacht gefallen, noch haben wir schwerere Schäden davon getragen. Auch als ein gewisser Martin für 50 Pfennig einen Käfer gegessen hat, war er nicht über Wochen krank.

Wir sind auf Bäume geklettert, von denen wir manchmal auch gestürzt sind und es ist nie etwas schlimmeres passiert. Vielleicht war das Glück oder wir waren einfach sehr gut im Klettern und konnten ein Sturz meisterhaft abfangen. Gezählt hat, dass wir es versucht haben. Zum Versuchen gehört auch das Scheitern, das ist normal. Es ist aber ganz bestimmt nicht daran gescheitert, dass unsere Eltern verboten hätten hochzusteigen – meist wussten sie sowieso nicht, wo wir gerade rumklettern. Heute würde vermutlich das Kinderhandy mit Überwachungsfunktion sofort melden, dass es sich 3m über dem Boden befindet, die besorgten Eltern säßen sofort im SUV und würden mit vollem Karacho zum Kind düsen.

Manchmal haben wir sogar heimlich Feuer gemacht. Wir haben niemals dabei einen Waldbrand ausgelöst. Nein, wir hatten das im Griff, auch wenn es unsere Eltern mehrmal verboten hatten. Ich traue mich wetten, dass kaum mehr Feuer gemacht werden. Heute wird die Feuer-App auf dem iPhone gestartet, das ist viel ungefährlicher und macht bestimmt auch warm.

Wir haben es hinbekommen, uns im Urlaub mit Kindern aus allen Ländern der Welt zu verständigen und das obwohl wir nicht mit 5 Jahren den VHS-Kurs “Business English for Kids” besucht haben. Wir haben einfach Hände und Füße verwendet und – jetzt wirklich – das hat funktioniert.

Anstatt wie heute in nur 12 Jahren ein Abitur zu bekommen, mussten wir noch 13 Jahre zur Schule gehen. Wir haben uns nicht darüber beschwert, dass wir drei Mal die Woche am Nachmittag Schule hatten. Klar war das nicht toll, aber es war nunmal so. Auch haben wir unsere Lehrer nicht verklagt, wenn wir eine 5 in Deutsch bekommen haben. Nein, wir sind mit einem unguten Gefühl zu unseren Eltern und haben gebeichtet. Die haben uns zwar dann nicht den Kopf abgerissen aber begeistert waren sie nicht. Auf die Idee zum Anwalt zu gehen, wären sie nie gekommen.

Es gab keine Mobiltelefone für uns, um sich mal schnell zu verabreden. Man hat in der Schule was für den Nachmittag ausgemacht, hat bei den Freunden einfach geklingelt oder hat sich einfach draußen getroffen, weil es klar war, dass man sich trifft.

Wir haben nicht einfach den Fernseher im Kinderzimmer angeschaltet. Wir mussten uns selber beschäftigen. Wir haben mit Legosteinen gespielt und sind nicht dabei erstickt. Haben Spiele wie Monopoly oder Mensch Ärger dich gespielt, haben dabei lernen müssen, dass es eben nicht nur Gewinner gibt. Es gibt eben keinen letzten Speicherstand, wie auf der Playstation, von dem aus ich es so lange versuchen kann, bis ich gewinne. Nein verloren ist verloren und das ist auch gut so.

Wir mussten öfters Niederlagen einstecken, haben aber mindestens genau so oft gewonnen. Wir hatten eine verdammt tolle Kindheit und deswegen stehen wir heute auch mit beiden Beinen im Leben.

Montag, 8. Juni 2009

Abwesenheits-Spam von der Augusta-Bank

Nachdem die Augusta-Bank heute eine Umfrage via Newsletter beworben hatte, landen bei vielen Kunden, die ebenfalls den Newsletter erhalten haben, Abwesenheitsnotizen von Augusta-Bank Mitarbeitern. Ich muss sagen mich nervt dieser Umstand ziemlich, vorallem wenn man bedenkt, dass bei Emails von Banken immer irgendwie die Angst vor Phising etc. mitschwingt. Mein erster Gedanke war auch, dass bei mir etwas nicht stimmt und ich deshalb die Emails bekomme.

Nachdem ich erfahren habe, dass ich nicht der einzige Betroffene bin, habe ich überlegt woran dies liegen könnte. Vermutlich ist der Grund für den Abwesenheits-Spam der, dass Mitarbeiter, die einen Newsletter schreiben dürfen, eine Abwesenheitsnotiz für ihren Urlaub eingerichtet haben, selbst diesen Newsletter erhalten haben und somit eine Abwesenheitsnotiz über diesen verschickt haben.

Ich werde morgen versuchen, eine Stellungnahme bezüglich dieser Emails von der Augusta-Bank zu bekommen und diese hier veröffentlichen.

Update: Die Augusta-Bank hat heute eine Stellungnahme zu dem Vorfall mit folgendem Inhalt an die betroffenen Kunden verschickt:

[...] Aufgrund eines technischen Problems wurden Ihnen eMails von den drei hausinternen Bearbeitern zugestellt. Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten. Für Rückfragen steht Ihnen unser KundenServiceCenter gerne zur Verfügung. [...]

Dienstag, 5. Mai 2009

Petition gegen Indizierung und Sperrung von Internetseiten

Liebe Leser, heute habe ich eine Bitte an Euch, seid so gut und nehmt an der Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten teil. Die Petition wurde von Franziska Heine beim ePetition-System des Deutschen Bundestages eingereicht und hat im Moment schon 15292 (stand 09:40 am 05.05.2009) Mitzeichner geschafft. Ziel ist es bis zum 16.06.2009 50000 Unterstützer zu bekommen, so dass die Petition erfolgreich ist. Wie Carsten Drees bei zweipunktnull schreibt, geht es nicht nur darum mit 50000 Mitzeichnern eine erfolgreiche Petition zu erreichen, sondern mit weit mehr ein Zeichen zu setzen.

Der Text der Petition lautet:

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Und wird folgender Weise begründet:

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Lasst Euch von der Anmeldung am ePetitions System nicht abschrecken und nehmt an der Abstimmt teil!

Samstag, 18. April 2009

Nettes Video zum Thema Facebook und Partnerschaften

Ich habe heute im f8blog ein nettes Video zum richtigen Verhalten auf Facebook in und nach Partnerschaften entdeckt.

Ist doch ganz witzig gemacht, vor allem die “Computing Machine”. :-)

Donnerstag, 26. März 2009

Gutes Antikriegsvideo von Amnesty International

Ich bin vorher bei netzpolitik.org auf ein gar nicht so schlecht gemachtes Antikriegsvideo von Amnesty International gestoßen: