Schwerer Steinschlagunfall in den Tannheimer Bergen

Leider musste ich heute auf der Webseite der IG Klettern von einem tödlichen Steinschlagunfall lesen. Der Originaltext hierzu, ist auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft „Sicheres Klettern in den Tannheimer Bergen“ zu finden.

Zuallererst möchte ich den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen mein tiefstes Mitgefühl aussprechen.

Seitdem ich heute diese Nachricht gelesen habe, bin ich geschockt, denn vor nicht ganz einem Jahr haben die Vroni und ich versucht, die Route „Svenja“ am Schäfer zu klettern. Jedoch machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und es begann zu regnen. Das Unglück passierte genau unterhalb dieser Route. Unfassbar!

Ein Wanderer wurde von einem ca. 30 x 40cm großen Felsbrocken, der einem Kletterer aus der Wand gebrochen war, getroffen und erlag Tage später den schweren Verletzungen im Krankenhaus. Den Kletterer trifft keine Schuld, trotzdem ist dies sehr traurig. Auch mir sind schon Felsen ausgebrochen, nur hatte ich das große Glück, dass nie etwas passiert ist.

Nun stellt sich die Frage, wie so ein Unfall zu vermeiden ist? Es wird immer ein Restrisiko geben – das ist klar – doch sollten auf der einen Seite Kletterer Rücksicht nehmen und an stark frequentierten Wochenend- und Feiertagen die Routen oberhalb von Wanderwegen meiden und auf der anderen Seite die Wanderer auf besagten Wanderwegen, einen Helm tragen und sich unterhalb dieser Wände nicht unnötig lange aufhalten. Weiterhin sollten sich alle Bergsteiger vorher z.B. im Internet über mögliche Gefahrenstellen informieren. So wurde bereits im Oktober 2008 im Forum der Webseite klettern-tannheimer.de und im Kletterführer „Klettern auf der Tannheimer Sonnenseite“ von Toni Freudig auf die Steinschlaggefahr hingewiesen. Denn nur, wenn ich mir einer Gefahr bewusst bin, kann ich mich gegen diese wappnen.

Auch wenn Helme blöd aussehen, sie können Leben retten!

Das sag ich oder frag ich noch

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